Dissertationsprojekt: Zum Umgang von Klavierlehrkräften mit Unterrichtsabbrüchen. Eine qualitative Studie

Kurzfassung

Empirische Studien zeigen, dass Abbrüche von Instrumentalunterricht häufig stattfinden, weil Schüler/innen sowohl mit fachlichen als auch persönlichen Aspekten desselben unzufrieden sind. Da Lehrende einerseits direkt von den diesbezüglichen Kritikpunkten betroffen sind, und die instrumentalpäda-gogische Dropout-Forschung andererseits bisher primär die Lernenden fokussiert hat, widmet sich die vorliegende Arbeit den Lehrpersonen. Der Sachverhalt, dass explizit Klavierlehrer/innen im Mittelpunkt der qualitativen Studie stehen, resultiert insbesondere aus der Beschäftigung mit dem Fach-

diskurs sowie ferner aus meinem persönlichen Interesse. Um das bis dato unerforschte Feld auf explorative Weise zu untersuchen, werden Prinzipien der Grounded Theory Methodologie angewendet. Diesem Forschungsstil entsprechend wird aus den neun geführten Leitfadeninterviews eine bereichsbezo-

gene Theorie entwickelt, die Aufschluss über den Umgang von Klavierlehrkräften mit Unterrichtsabbrüchen gibt. Bei den drei ermittelten Umgangsarten handelt es sich um schüler/innenorientierte Unterrichtsgestaltung, Verständnis und Externalisierung. Wie die Lehrenden auf eine Abbruchentscheidung reagieren, hängt davon ab, ob diese mit einem empfundenen Wertschätzungserhalt oder einem empfundenen Wertschätzungsverlust einhergeht.

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